top of page

Reiki als gelebte Praxis?

vor 2 Stunden
2 Min. Lesezeit

Wie kann Reiki zu einem lebendigen Teil deines Alltags werden – verwoben in alles, was du tust?

Reiki ist keine Technik, die einmal erlernt und sofort beherrscht ist. Es ist kein Schalter, den wir umlegen, wenn wir uns für eine Behandlung hinlegen, und danach wieder ausschalten. Vielmehr ist es ein Weg, der uns Schritt für Schritt einlädt, wach, präsent und ganz im Leben zu sein.


Das Usui-Reiki-System schenkt uns mit seinen fünf Wegweisern eine wunderbare Orientierung auf diesem Pfad. Doch die wahre Entfaltung geschieht dort, wo Werkzeuge zu einer friedvollen inneren Haltung werden.


Im Augenblick zu Hause: Die Kraft des Gerade heute

Die Lebensprinzipien – Gokai – bilden das Herzstück dieser gelebten Praxis. Sie beginnen alle mit denselben zwei Wörtern: „Gerade heute…“ (Kyo dake wa).   

Darin liegt eine tiefgreifende Weisheit: Es geht vor allem um die Bewusstwerdung des Jetzt. Nur hier, im gegenwärtigen Augenblick, findet das Leben tatsächlich statt. Alles andere – Sorgen über die Zukunft oder Ärger über die Vergangenheit – zieht uns aus dem Moment heraus. Das Leben entfaltet sich, während wir Schritt für Schritt gehen. Die Gokai laden uns täglich neu dazu ein zu schauen, zu prüfen und wahrzunehmen, was jetzt ist – sprich in das Unbekannte zu spüren.  


Tenohira: Das Handauflegen als Übung von Präsenz

Genau dieses Einlassen auf den Moment können wir beim Handauflegen (Tenohira) üben – und zwar mitten im täglichen Leben.   

Wenn wir meditieren oder die Hände auflegen – bei der Selbstbehandlung oder mit anderen –, tun wir das nicht, um etwas mit Gewalt zu „reparieren“ oder wegmachen zu wollen. Wir üben reine Präsenz. Wir erlauben uns, im Körper anzukommen, ohne zu bewerten was richtig oder falsch, gut oder schlecht ist.


Die Praxis wird so zum Übungsfeld für unser gesamtes Leben:

  • Wie begegne ich Herausforderungen im Alltag, wenn ich in meiner Mitte verankert bleibe?

  • Wie begegne ich anderen, wenn ich aus dem Herz-Geist (Shin) heraus handle?

  • Wie gehe ich mit mir selbst um, wenn nicht alles perfekt läuft?


Vom Üben zum Sein

Wenn Reiki zu einer gelebten Praxis wird, verändert sich unsere Wahrnehmung. Wir hören auf, Reiki als eine Aufgabe zu betrachten, die wir noch auf unsere To-Do-Liste setzen müssen. Es wird zu der Art und Weise, wie wir der Welt und uns selbst begegnen: mit Mitgefühl, Vertrauen und einem klaren Geist.   


Was würde sich in deinem Leben verändern, wenn du Reiki nicht nur übst, sondern wirklich lebst?


Teile gern deine Erfahrungen in den Kommentaren – ich freue mich auf den Austausch mit dir!

Kommentare


bottom of page