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Die 5 Wegweiser: Das System des Usui Reiki Ryoho

vor 3 Stunden
2 Min. Lesezeit

Wenn wir beginnen, uns mit Reiki zu beschäftigen, stolpern wir schnell über eine Fülle von Begriffen, Symbolen und Praktiken. Manchmal kann das überwältigend wirken. Im Ursprung hat Usui Mikao uns ein klares, überschaubares System hinterlassen: das Usui Reiki Ryoho.

Dieses System ist kein starres Regelwerk und keine Dogmatik. Es ist vielmehr eine Landkarte – verschiedene Wegweiser, die uns auf unterschiedliche Arten an dasselbe Ziel führen.

Im traditionellen Usui Reiki orientieren wir uns im Wesentlichen an fünf Wegweisern. Sie greifen wie Zahnräder ineinander und berühren alle Ebenen unseres Seins: Körper, Geist und Energie.


Die 5 Wegweiser im Überblick

1. Gokai – Die Fünf Lebensregeln (Geist & Ethik)

Das Fundament der Reiki-Praxis beginnt im Geist. Die Gokai („Gerade heute ärgere dich nicht, sorge dich nicht, sei dankbar, sei deinem Weg treu, sei freundlich zu allen Wesen“) sind keine moralischen Gebote, die uns einengen sollen. Sie sind tägliche Anker. Sie erinnern uns daran, im Hier und Jetzt zu bleiben und unseren Herz-Geist (Shin) zu klären.   

2. Tenohira – Handauflegen (Körper & Präsenz)

Wenn die meisten Menschen an Reiki denken, denken sie an Tenohira – das Handauflegen. Doch im Usui-System geht es dabei um weit mehr als bloße Energieübertragung. Das Auflegen der Hände auf den eigenen Körper (bei der Selbstbehandlung) oder auf andere ist eine Form tiefster Präsenz. Es ist eine berührende Achtsamkeitspraxis, die den Körper in seine natürliche Selbstregulation zurückführt.   

3. Meditation & Atmung (Energie & Klarheit)

Ein ruhiger Geist ist die Voraussetzung, um feinstoffliche Energien klar wahrzunehmen. Deshalb sind Techniken zur Meditation und Atemführung fester Bestandteil des Systems – wie etwa Joshin Kokyu Ho (die Hara-Atemmeditation) oder Hatsurei Ho (zur Ansammlung und Lenkung des spirituellen Lichts). Sie helfen uns, den Autopiloten des Alltags zu unterbrechen und uns in unserer Mitte zu zentrieren.   

4. Shirushi & Jumon – Symbole & Mantren (Energetische Werkzeuge)

Mit dem Fortschreiten auf dem Reiki-Weg (traditionell ab dem zweiten Grad) lernen wir Symbole (Shirushi) und Mantren (Jumon) kennen. Sie sind keine magischen Formeln, sondern verdichtete Schwingungen und praktische Werkzeuge. Sie unterstützen uns dabei, den Geist zu fokussieren und gleichzeitig unser Bewusstsein zu weiten.   

5. Reiju – Die energetischen Segnungen (Verbindung zur Quelle)

Im traditionellen System nimmt das Reiju (im Westen oft als Einstimmung oder Einweihung bezeichnet) einen zentralen Platz ein. Es ist eine rituelle Segnung, die das Potential in sich trägt mit der wahren Natur des Lebens (uns selbst) in Kontakt zu sein. Häufig empfinden Menschen ein Reiju als ein Erinnern, ein inneres Aufräumen bzw. Weiten oder als ein nach Hause kommen zu sich selbst. 


Das System als Geländer

Diese fünf Wegweiser bilden zusammen ein rundes, in sich schlüssiges System. Sie erinnern uns daran, dass Reiki nicht im Außen gesucht werden muss.

Das System ist wie ein Geländer auf einem Bergweg: Es gibt uns Halt, wenn der Nebel des Alltags dichter wird. Doch gehen müssen wir den Weg selbst – Schritt für Schritt, gern in Gemeinschaft mit anderen auf dem Weg.


Es finden regelmäßig Reiki Abende statt - online und offline -, an denen wir die Wegweiser als Orientierung nutzen und gemeinsam praktizieren. Wenn du daran Interesse hast oder neu zum Reiki gefunden hast und mehr erfahren möchtest, dann schreib mir gern.

 
 
 

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